Montag, 4. Februar 2013

On the fly Transformation von Referenzen

Die nachstehend beschriebene Funktion setzt die ordnungsgemäße Zuweisung eines Koordinatenreferenzsystems voraus!

Durch die Kenntnis des Koordinatensystems ist es möglich, Zeichnungsdateien unterschiedlicher Abbildungen gemeinsam zu verarbeiten und darzustellen, dabei werden die Zeichnungsdateien "On-the-Fly" transformiert.

Problemstellung


Ein großer Energieversorger beispielsweise betreibt Netze über Bundeslandgrenzen oder Gauß-Krüger-Meridianstreifengrenzen hinweg. In der Vergangenheit war die gemeinsame Darstellung des Leitungsnetzes über die Grenzen nicht möglich. Obwohl die Daten in der Örtlichkeit zusammenliegen, liegen sie bedingt durch die unterschiedlichen Abbildungen rund 1.000.000 Meter weit auseinander.




Lösung:

Nachdem jeder DGN Zeichnung aus dem obigen Beispiel das entsprechende Koordinatenreferenzsystem zugewiesen wurde,

  • links: DE_DHDN_3GK2, EPSG 31466, Gauß-Krüger 2. Meridianstreifensystem
  • rechts: DE_DHDN_3GK3, EPSG 31467, Gauß-Krüger 3. Meridianstreifensystem
muss in dem Einstellungsdialog der Referenzen die Ausrichtung "Geografisch - neu projiziert" ausgewählt werden, um eine temporäre Neuberechnung der Koordinaten, bezogen auf das Kordinatenreferenzsystem der Masterdatei zu erwirken.



Damit werden die Inhalte der Referenzdatei auf das Koordinatenreferenzsystem der Hauptdatei "on-the-Fly" abgebildet. Die Koordinaten der Referenzdatei verändern sich nur in der Ansicht, es wird keine eigentliche Transformation durchgeführt.
Das Ergebnis ist die Darstellung der Topographie entsprechend der realen Situation.
 
 
Auf der linken Flußseite die Masterdatei mit dem Kooridnatenreferenzsystem GK2 und referenziert auf der rechten Flußseite die Daten der Referenzdatei mit dem Koordinatenreferenzsystem GK3.
 
Die gleichzeitige Referenzierung von UTM und GK Koordinatenreferenzsystemen oder anderen Systemen funktioniert nach dem gleichen Prinzip.

Burkhard Steuck
http://www.geomapping.de
 

Kommentare:

  1. Hallo Herr Steuck,

    ich habe versucht bei einem Bauvorhaben amtliche Daten mit dieser Methode deckungsgleich darzustellen. Eine Datei ist in GK2, die andere Datei in UTM.
    Die Differenz zwischen den Elementen beträgt ca. 1,50m.
    Dieses Phänomen haben wir auch bei einem zweiten Projekt in Rheinland-Pfalz.
    Viele Grüße

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  2. Es kommt gerade an den Landesgrenzen und bei Verwendung von zwei unterschiedlichen Transformationsansätzen wie BETA2007 und TGU-RP (Rheinland-Pfalz) zu größeren Differenzen. Wenn Sie mit amtlichen Daten arbeiten, empfiehlt sich immer die Verwendung der landesweit gültigen Transformationslösung. Die bundesweit gültige Transformationslösung BETA2007 ist häufig zu allgemein.

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